In der Gartenarchitektur des Barock muß sich alles einem Plan unterordnen, in dessen Brennpunkt sich die Macht in der Personifizierung des Herrschers befindet. Pflanzen, Gebäude und Besucher werden somit Elemente innerhalb eines verzweigten, auf ein Zentrum ausgerichtetes Netzwerk.
Das Labyrith als beliebtes Element barocker Gartengestaltung verweist in spielerischer Form auf die Notwendigkeit der Orientierung. Wer planlos durch die Gänge irrt ist verloren und oft führt nur ein Weg ans Ziel. Erfolgreich und zielgerichtet kann man sich nur dann durch das Labyrinth bewegen, wenn ein Plan im Kopf Orientierung erlaubt.
Schönbrunn, Wien | 2001
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